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Willkommen
in Neuzelle |
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Geschichtliche Zeittafel |
| um 1250 |
Die Piastenherzöge als Herren des Landes Lebus treten den Landstrich zwischen Oder und Spree an den Wettiner Heinrich den Erlauchten, Markgrafen zu Meißen und der Lausitz, ab. |
| 1268 |
12. Oktober: Markgraf Heinrich stiftet in Dresden das Zisterzienserkloster Neuzelle. Zum Unterhalt der Mönche werden dem Kloster 8 Dörfer übereignet. |
| 1280 |
Das Generalkapitel des Zisterzienserordens beauftragt die Äbte von Paradies und Dobrilugk mit der Ein- führung der Mönche in Neuzelle. |
| 1286 |
Fürstenberg wird als Zollstätte erstmals erwähnt. |
| 1309 |
In der Klosterkirche wird Gottesdienst gehalten. |
| 1316 |
Das Kloster erwirbt die Burg Schiedlo und die Stadt Fürstenberg. |
| um 1330 |
Die Mönche beziehen die fertige Klosteranlage. |
| 1354 |
Errichtung der Ägidienkirche, des Vorgängerbaus der heutigen Pfarrkirche zum HI. Kreuz. |
| 1370 |
Nach dem Übergang der Lausitz an Böhmen bestätigt Karl IV. dem Kloster seine Privilegien; zur Kloster- herrschaft gehören 30 Dörfer. |
| 1429 |
Hussiten kommen nach Neuzelle, martern und ermorden Abt Petrus und die Mönche und stecken die Klostergebäude in Brand: die Kirche bleibt aber erhalten. |
| 1547 |
Der Bestand des Klosters wird weniger durch die Reformation, als vielmehr durch die Finanzpolitik des böhmischen Königs bedroht. Im Kloster leben 26 Chormönche und 9 Konversen. Nur 6 Familien bleiben beim katholischen Bekenntnis. |
| 1616 |
Neuzelle schließt sich mit anderen Klöstern in den Ländern der böhmischen Krone zur Ordensprovinz Böhmen, Mähren, Schlesien und beide Lausitzen zusammen. |
| 1623/1635 |
Die Niederlausitz fällt an Kursachsen, das den Bestand der 5 katholischen geistlichen Stifte in beiden Lausitzen garantiert. |
| 1632-1646 |
Neuzelle ist durch den Krieg verwaist. die Äbte ständig auf der Flucht, die Mönche in alle Winde zer- streut. |
| 1648 |
Die Erneuerung von Neuzelle beginnt unter Abt Bernardus von Schrattenbach. Es leben wieder 20 Mön- che in Neuzelle. |
| 1655-1658 |
Die Klosterkirche wird durch italienische Künstler neu ausgestattet. |
| 1700 |
In Neuzelle leben etwa 30 Mönche, sie kommen zumeist aus Nordböhmen, aber auch aus der sorbischen Oberlausitz. |
| 1709/1711 |
Erweiterung der Klausurgebäude. |
| 1717/1726 |
die Neuzeller Mönche betreuen die Katholiken in der Niederlausitz, in Brandenburg und in Pommern. |
| 1728-1731 |
Die Pfarrkirche zum HI. Kreuz wird erbaut. |
| 1730 |
Die Zahl der Mönche steigt auf 40. |
| 1730/1740 |
Barockisierung der Klosterkirche. Weihe des neuen Hochaltares am 24.9.1741. |
| 1757 |
Im Klosterdorf Seitwann wird eine kleine katholische Kirche erbaut und eine Seelsorgestelle eingerichtet. |
| 1780/1786 |
Trennung des Klosters von der böhmischen Ordensprovinz, um der Aufklärung und der Josephinischen Klosterpolitik zu entgehen. |
| 1803 |
Wahl des letzten Abtes von Neuzelle. |
| 1815 |
Neuzelle fällt mit der Niederlausitz durch den Wiener Kongreß an Preußen. Preußen verspricht das Wei- terbestehen der geistlichen Stiftungen. |
| 1817 |
26.Februar: Aufhebung des Klosters. Im Klostergebäude wird ein Schullehrerseminar Lind ein Waisen- haus eingerichtet. Der Besitz des Klosters bleibt als Stiftung für den Unterhalt der Schule bestehen. An der Kreuzkirche wird eine evangelische Gemeinde gegründet. |
| 1840/1850 |
Ablösung der Feudallasten und Separation der Bauernfluren. |
| 1892 |
2.September: Ein Brand vernichtet das Klostergebäude bis auf die gotischen Grundmauern und Gewölbe, die Kirche bleibt vom Feuer verschont. |
| 1894 -1897 |
Wiederaufbau der Klostergebäude |
| 1926 |
In den Klostergebäuden wird eine Aufbauschule eingerichtet. |
| 1927 |
Vereinigung des Stiftsbezirkes Neuzelle mit dem Dorf Schlaben zum Marktflecken Neuzelle. |
| 1928 |
Eingemeindung des Dorfes Kummro. |
| 1933 |
Die Aufbauschule wird in eine nationalpolitische Bildungs- und Erziehungsanstalt umgewandelt. |
| 1945 |
24.April: Einzug der Roten Armee. Der Krieg geht relativ glimpflich an Neuzelle vorüber. In den Klosterge- bäuden wird ein russisches Marine-Lazarett eingerichtet. Das Stift verliert durch die neue deutsch-pol- nische Grenze 1/4 seines Grundbesitzes; die verbliebene landwirtschaftliche Fläche wird enteignet und an Neubauern verteilt. |
| 1948 |
Im Klostergebäude werden Kindergärtnerinnen ausgebildet, und im Kanzleigebäude wird ein katholisches Priesterseminar eröffnet. |
| 1950 |
Neuzelle wird seiner jahrhundertealten Bindung zur Kreisstadt Guben beraubt und dem Kreis Frankfurt / Oder zugeschlagen, 1952 dem Kreis Fürstenberg /Oder. |
| 1955 |
Sämtliches Eigentum des Stiftes kommt unter sozialistische Verwaltung und wird auseinandergerissen. In den Klosterräumen wird ein Institut zur Ausbildung von Unterstufenlehrern angesiedelt. |
| 1985 |
Das Lehrerinstitut wird nach Frankfurt verlegt; die Gebäude bleiben als Weiterbildungszentrum in den Händen der Volksbildung. |
| 1990 |
Der Kreistag bemüht sich um eine Wiederbelebung des Stiftes. |
| 1991 |
Im Klostergebäude wird ein Gymnasium eingerichtet. |
| 1992 |
Neuzelle wird Sitz einer Amtsgemeinde, zu der neben Neuzelle 16 Dörfer gehören. |
| 1993 |
Das Priesterseminar wird nach Erfurt verlegt. |
| 2003 |
12. November: Neuzelle wird Staatlich anerkannter Erholungsort |